Famulaturen

Im Humanmedizinstudium musst du insgesamt 16 Wochen („alter“ Studienplan) bzw. 12 Wochen („neuer“ Studienplan) Pflichtfamulatur  und die Allgemeinmedizin-Famulatur im dritten Abschnitt (im „klinisch praktischen Jahr“) absolvieren.

Pflichtfamulatur

Der Sinn der Pflichtfamulatur ist einerseits das Erlangen von klinischer Praxis und andererseits die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum einen intensiven Einblick in der ärztliche Arbeiten im Krankenhaus zu bekommen.

Wie lang?

Sobald du die Famulaturlizenz positiv absolviert hast, kannst du deine Pflichtfamulaturen ableisten. Ingesamt brauchst du 16 (alt) bzw. 12 (neu) Wochen – wobei empfohlen wird jeweils vier Wochen nach dem zweiten, dritten und vierten Studienjahr zu absolvieren.

… und wo?

Famulieren kannst du an praktisch allen Krankenhäusern auf der Welt. Auch in Österreich kannst du an fast allen Kliniken famulieren – wichtig ist es für die Anrechnung nur, dass es eine Klinik oder klinische Abteilung ist und dort klinische Tätigkeiten passieren (das heißt Kur-Hotels und ähnliches scheidet aus). Eine Ausnahme besteht für Famulaturen an z.B. Pathologie, Pathophysiologie bzw. Radiologie – auch hier kannst du famulieren, es werden maximal 4 Wochen für die Pflichtfamulatur an nicht-bettenführenden Abteilungen und weitere 4 Wochen auf der Radiologie angerechnet. Wir empfehlen bei „Sonderfällen“ unbedingt VOR der Famulatur zum Studienrektor in die Sprechstunde zu gehen und die Anrechnungen bereits vorab zu besprechen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Gute Krankenhäuser?

Es ist immer sinnvoll sich bei KollegInnen umzuhören, welche Krankenhäuser Famulaturen anbieten wo man viel lernt, wo freundliches Personal unterwegs ist usw. Unser Team im ÖH-IT-Referat hat die Bewertungsseite www.famulaturcheck.at initiert, wo KollegInnen ihre Erfahrungen zu Famulaturen posten.

Anmeldung!

Du kannst dich für sehr viele Krankenhäuser offiziell über die Universität anmelden – auf der Liste der Lehrkrankenhäuser stehen vor allem Kliniken in der Steiermark und umliegenden Bundesländern. Dazu solltest du dich in der Frist (veröffentlicht auf der Meduni Website) anmelden. Hier gilt: First come – first serve -> im MEDonline (linke Leiste: Studienangebot -> Humanmedizin -> Pflichtfamulaturen -> Fach -> Klinik). Eine Anrechnung ist dann nicht notwendig.

Findet sich dein Wunschkrankenhaus, deine Wunschabteilung nicht im Medonline -> dann einfach direkt beim Krankenhaus anrufen und die Famulatur vereinbaren. Du musst dir jedoch von der Abteilung vor Ort eine Famulaturbestätigung mit deinem Namen, dem Zeitraum und Stempel + Unterschrift der Klinik ausstellen lassen und diese nach Absolvierung der Famulatur an der Meduni anerkennen lassen.

Ausland!?

Auch im Ausland kannst du deine Famulaturen ableisten (oder zumindest einen Teil davon). Es gibt spezielle Famulatur-Austauschprogramme der Meduni (mit tollen Unterstützungen bei den Kosten) beim „International Office“ und auch bei der AMSA (www.amsa.at). Auf der Website der Meduni gibt es auch tonnenweise Erfahrungsberichte von KollegInnen, die schon im Ausland waren.

Wie lang, wie viel, was wenn mehr?

Du musst mindestens 16 (alt) bzw. 12 (neu)  Wochen famulieren. Du kannst natürlich so viel du willst zusätzlich („freiwillig“) Famulaturen machen – egal ob im In- oder Ausland. Freiwillige Famulaturen werden im Ausmaß von 1,5 ECTS pro Woche als freie Wahlfächer anerkannt (durch unseren Einsatz mittlerweile ohne Obergrenze).

Versicherung!

Als Medizinstudent/in bist du für deine Praktika (dazu zählen auch die Famulaturen) als Mitglied der ÖH automatisch HAFTPFLICHT- und UNFALLVERSICHERT. Mehr Informationen findest du hier (dort kannst du dir auch gleiche eine Versicherungsbestätigung ausstellen lassen falls dein Krankenhaus das wünscht).

Gesetzliche Grundlagen – was darf ich tun?

Die Tätigkeiten, die du als Famulatin/Famulant durchführen darfst, basieren auf dem Ärztegesetz – genauer dem Paragraph 49 Absatz 4 und 5.

Dort steht: „Die in Ausbildung stehenden Studenten der Medizin sind zur unselbständigen Ausübung der im Abs. 5 genannten Tätigkeiten unter Anleitung und Aufsicht der ausbildenden Ärzte berechtigt.

Und in Absatz 5: „1.Erhebung der Anamnese, 2.einfache physikalische Krankenuntersuchung einschließlich Blutdruckmessung, 3.Blutabnahme aus der Vene, 4.die Vornahme intramuskulärer und subkutaner Injektionen und 5.einzelne weitere ärztliche Tätigkeiten, sofern deren Beherrschung zum erfolgreichen Abschluss des Studiums der Medizin zwingend erforderlich ist und die in Ausbildung stehenden Studenten der Medizin nachweislich bereits über die zur gewissenhaften Durchführung erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad dieser Tätigkeiten verfügen.

Hast du noch Fragen? Brauchst du Hilfe? Tipps welche Krankenhäuser besonders gut sind?

Mail uns einfach! :-) info@herzlinks.at

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